Zum Inhalt
Transfer

Technologietransfer

Die TU Dortmund versteht Transfer neben Forschung und Lehre als ihre Kernaufgabe und ist national und international eine Pionierin im Wissens- und Technologietransfer. Bereits 1984 wurde aus einem Modellversuch heraus eine eigene Transferstelle eingerichtet. Seit Anfang 2017 initiiert und fördert das Centrum für Entrepreneurship & Transfer (CET) als zentrale universitäre Einrichtung die lokale und regionale Vernetzung der TU Dortmund, deren Gründungsförderung, das strategiegeleitete Schutzrechtsmanagement sowie die Ausgestaltung der TU-Wirtschaftskooperationen. Darüber hinaus ist die TU Dortmund Mitgründerin und Gesellschafterin der TechnologieZentrumDortmund GmbH (TZDO), Kern eines der größten Technologieparks Europas. 

Die TU Dortmund ist Mitglied der BRYCK Startup Alliance, einem Zusammenschluss von RAG-Stiftung, der Universitätsallianz Ruhr, dem Wirtschaftsbündnis Initiativkreis Ruhr aus über 70 Unternehmen und Institutionen und dem Innovations- und Gründungszentrum BRYCK. Ziel der Initiative ist es, ein europaweit führendes Zentrum für die Entwicklung wachstumsstarker Deep-Tech-Startups zu etablieren. BRYCK wurde vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie offiziell als nationale Startup Factory ausgewählt. Durch die BRYCK Startup Alliance werden  wissenschaftsbasierte Ausgründungen gezielt gefördert und der Transfer innovativer Technologien aus der Spitzenforschung in die Industrie beschleunigt.

Nachhaltige Ausgründungen

Im Jahr 2024 wurden 46 Gründungen von (ehemaligen) Mitgliedern der TU Dortmund vorgenommen. Beispiele für erfolgreiche Ausgründungen, die ökologische oder soziale Ziele verfolgen und zu einer nachhaltigen Entwicklung beitragen, sind:

  • vGreens (Teilnehmende cetup.PREINC – Pre-Inkubatorprogramm der TU Dortmund, unterstützt durch Investment der TU capital): voll-automatisierte, hydroponische “Vertical Farm” mit dem Ziel, qualitativ bessere Erdbeeren in flexibel regulierbaren Mengen zu marktfähigen Preisen zu produzieren
  • simplyfined (in Gründungsvorbereitung, EXIST-Forschungstransfer eingeworben, TU Start-up Award 2024-Gewinner): nachhaltige Produkte für die Chemieindustrie: Prozess, in dem verschiedenste Pflanzenöle zu einer biobasierten Plattformchemikalie gewandelt werden
  • SHOWER (in Gründungsvorbereitung, patentiertes ProjektHumboldtn-Preis für Nachhaltigkeit): patentierte Wärmeaustauscher zur Energieeinsparung für Badduschen
  • PottPilz (in Gründungsvorbereitung, EXIST-Förderung): Green-Tech-Startup, das nachhaltige Materialien für Bau und Büro entwickelt.
  • artitUP (Solo-Gründerin seit 2022, Teilnehmerin TU Start-up Award 2024): Vision: unbekannteren Künstler*innen sowie Studierenden eine Plattform für ihre Kunst geben
  • SOCHILI (gegründet seit 2021): Ermöglicht Farmer*innen und deren Familien den erstmaligen Zugang zu Strom. Jedes verkaufte Produkt von SOCHILI ermöglicht umgerechnet einen Tag Strom für eine Familie im globalen Süden.
  • Stay Safe and Brave (in Gründungsvorbereitung, EXIST-Women 2024, Vorbild für weibliche Gründung): Reiseplattform für Individualreisen nach Südafrika mit Support durch einen „Local Mentor“ vor Ort

Patente

Die TU Dortmund trägt mit den Erfindungen ihrer Forschenden zur wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklung in Nordrhein-Westfalen und darüber hinaus bei. In enger Zusammenarbeit mit der PROvendis GmbH – einem Tochterunternehmen der NRW-Hochschulen – bewertet, schützt und verwertet das CET der TU Dortmund die Erfindungen der TU-Wissenschaftler*innen. Viele dieser Erfindungen haben ein hohes wirtschaftliches Potenzial und werden durch Lizenzierung oder Verkauf an Unternehmen verwertet und in die Praxis umgesetzt; einige dienten dabei als Grundlage für die Gründung von innovativen Unternehmen in der Region. Im Jahr 2024 wurden durch alle Fakultäten der TU Dortmund 22 Erfindungsmeldungen vorgenommen, von denen 5 in eine Ausgründung eingebracht wurden (vgl. Zahlen, Daten, Fakten 2024, S. 14). Aktuell wird nicht erfasst, ob die Patente im Sinne der TU-Nachhaltigkeitsdefinition nachhaltig sind.

Formate für den Technologietransfer

Folgende Formate unterstützen den Technologietransfer der TU Dortmund:

TU-Start-Up-Award: Einmal jährlich wird vom CET der von der wilo-Foundation gestiftete Gründerpreis an erfolgreiche Start-ups aus dem Umfeld der TU Dortmund verliehen.

TU Start-up Weekend: Das jährlich stattfindende, dreitägige Event ist ein gemeinsames Angebot der 17 Fakultäten und fördert die interdisziplinäre Zusammenarbeit. Die Teilnehmenden entwickeln innovative Lösungen unter Anwendung von Design-Thinking-Methoden und erhalten ein Feedback von Expert*innen.

Dr. Michael Brenscheidt-Transferpreis: Seit 2024 wird alle zwei Jahre der Dr. Michael Brenscheidt-Transferpreis verliehen. Das Preisgeld in Höhe von insgesamt 10.000 Euro für die Auszeichnung stiftet der Dortmunder Wirtschaftsjurist Dr. Michael Brenscheidt, um besondere Leistungen beim Forschungstransfer zu würdigen und die Realisierung neuer Geschäftsideen und Kooperationen mit Praxispartner*innen zu unterstützen.

Zukunftsdialog: Die Vortragsreihe soll den Austausch zwischen regionalen Unternehmen und der TU Dortmund stärken. Einmal pro Semesterdiskuieren erfahrene Unternehmensvertreter*innen gemeinsam mit Hochschulangehörigen über aktuelle branchenrelevante Themen.

CATALYST GER: Online-Workshop-Programm der Universitätsallianz Ruhr und fünf weiterer deutscher Universitäten, das speziell auf die Geistes-, Gesellschafts- und Bildungswissenschaften zugeschnitten ist, um Transfer zu ermöglichen und mit dem perspektivischen Ziel, diesen nachhaltig zu finanzieren.