Geschlechtergerechtigkeit
Gender Mainstreaming ist die zentrale Strategie, mit der Gleichstellungsprozesse in die bestehenden Strukturen der Hochschule nachhaltig integriert werden: Alle Bereiche der TU Dortmund setzen die in ihrer Verantwortung liegenden Aufgaben unter Einbeziehung von Genderaspekten um. Als zentrale Akteur*innen unterstützen das Gleichstellungsbüro und die Stabsstelle Chancengleichheit, Familie und Vielfalt die TU Dortmund bei ihrem Auftrag, die tatsächliche Gleichberechtigung aller Geschlechter zu fördern. Die Fakultäten und Einrichtungen reflektieren in ihren Gleichstellungskonzepten regelmäßig ihre spezifische Situation, identifizieren Handlungsbedarfe, legen Entwicklungsziele fest und entwickeln geeignete Maßnahmen, um Gleichstellung voranzutreiben. Ab 2027 werden die Gleichstellungskonzepte inhaltlich erweitert zu Konzepten für Chancengerechtigkeit und Diversität. Das Gleichstellungskonzept für die Parität an der Technischen Universität Dortmund (2023) stellt eine umfassende Analyse der Strukturdaten zur Verfügung und leitet Handlungsfelder für zentrale Gleichstellungsaktivitäten der TU Dortmund insgesamt ab. 2027 wird außerdem das Gleichstellungsrahmenkonzept fortgeschrieben. Damit sind in allen Fakultäten und Einrichtungen sowie auf zentraler Ebene der TU Dortmund Steuerungsprozesse etabliert, die den Blick auf aktive Rekrutierung und geschlechtergerechte Personalentwicklung beim wissenschaftlichen und wissenschaftsstützenden Personal schärfen.
Das Berufungsmanagement begleitet alle Berufungsverfahren; die Verfahren werden standardisiert nach hohen Qualitätsmaßstäben durchgeführt, um Transparenz und Chancengerechtigkeit zu gewährleisten. Mitglieder von Berufungskommissionen werden für die Wirkung von Unconscious Bias sensibilisiert. Ein regelmäßig angebotener Workshop in Kooperation mit den Gleichstellungsbeauftragten aller UA-Ruhr Universitäten informiert über die geschlechtergerechte Gestaltung von Berufungsverfahren. Der Professorinnenanteil in den Fakultäten der TU Dortmund lag 2024 insgesamt bei durchschnittlich 27 % (Stichtag 1.12.) und damit knapp unter dem Bundesdurchschnitt. Alle Fakultäten haben Zielquoten für die Gewinnung von Professorinnen festgelegt.


Den Geschlechterdisparitäten, die in einigen Fakultäten auf der Ebene der Studierenden bestehen, wirkt die TU Dortmund zum Beispiel durch geschlechterspezifisch adressierte Aktivitäten der jeweiligen Fakultäten sowie mit zentral koordinierten Mentoring-Programmen gegen geschlechterstereotypes Studienwahlverhalten entgegen.
Gemeinsam mit den Universitäten der UA Ruhr unterstützt das seit mehr als 20 Jahren etablierte mentoring³-Programm Promovendinnen und promovierte Frauen auf dem Karriereweg in die Wissenschaft. Die Angebote der Research Academy Ruhr werden wie diejenigen des Graduiertenzentrums der TU Dortmund mehrheitlich von Frauen wahrgenommen (über 50 % der Teilnehmenden sind Frauen und es gibt keine Zulassungsquote). Der Female Faculty Club verbindet alle Professorinnen der TU Dortmund für über die Fakultätsgrenzen hinwegreichende Diskussionen. Der UA-Ruhr-weite Zertifikatsstudiengang „Diversität und Gender“ bietet Studierenden die Möglichkeit, sich vertiefend und interdisziplinär mit Fragen von Vielfalt, sozialer Gerechtigkeit und Machtverhältnissen auseinandersetzen.
Die vom Rektor eingerichtete AG Machtmissbrauch der TU Dortmund wirkt in die gesamte Hochschule hinein. Sie sensibilisiert für ungleiche Machtverhältnisse im universitären Kontext und diskutiert Lösungsansätze im Umgang mit machtmissbräuchlichem Verhalten.
Die TU Dortmund positioniert sich klar gegen geschlechterspezifische Gewalt – gestützt auf die Richtlinie zum Schutz vor Diskriminierung und sexualisierter Gewalt. Die Zentrale Beratungsstelle zum Schutz vor Diskriminierung und vor sexualisierter Gewalt (SchuDS) berät und begleitet Betroffene. Insbesondere rund um den 25. November (Internationaler Tag zur Beendigung der Gewalt an Frauen) finden Sensibilisierungsaktionen am Campus statt. Ein Campus-Begleitservice, der rund um die Uhr zur Verfügung steht, erhöht das individuelle Sicherheitsgefühl, während die zweijährlich vom Gleichstellungsbüro durchgeführte Gefahrenstellenbegehung regelmäßig die Aufmerksamkeit auf Orte am Campus lenkt, die subjektiv Unwohlsein auslösen können.
Die TU Dortmund empfiehlt ihren Studierenden und Beschäftigten, eine inklusive und geschlechtergerechte Sprache zu verwenden. Das Gleichstellungsbüro bietet dazu umfassende Informationen und Hilfestellungen. Im Rahmen der innerbetrieblichen Weiterbildung an widmen sich regelmäßig Weiterbildungen dem Thema inklusiver Sprachgebrauch.




