EXIST-Förderung für photonische Analytik von Stoffwechselvorgängen in Zellen
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„Für uns ist die EXIST-Förderung ein enormer Meilenstein: Sie gibt uns die Möglichkeit, unsere Technologie zu einem fertigen Produkt und Forschungswerkzeug weiterzuentwickeln, das der biochemischen Forschung bisher ungeahnte Möglichkeiten bieten wird“, sagt Natalie Schütz, Gründungsmitglied von GaiaIsotopic. Gemeinsam mit Moritz Zimmer und Dr. Álvaro Ortiz Pérez forscht sie an der Professur Sensorik von Prof. Stefan Palzer an einer Analytik-Lösung, die neue Einblicke in den Zellmetabolismus erlauben wird. Hinter der sogenannten „Iso-Flux“-Technologie steht ein mikrointegrierter photonischer Sensorik-Ansatz, mit dem sich das Zellverhalten erstmals dynamisch verfolgen und in Echtzeit untersuchen lässt. Das Team von GaiaIsotopic strebt einen Paradigmenwechsel an: Sein innovativer Ansatz soll invasive Methoden sowie zeitverzögerte Messungen ablösen.
Potenzial für die Grundlagenforschung
Die neue Methode ist besonders vielversprechend, um die Funktionsweise von Krebszellen zu untersuchen. Denn nur, wenn Forschende genau verstehen, wie Tumorzellen Nährstoffe verarbeiten, können sie darauf aufbauend neue Therapien entwickeln. „Durch unser Verfahren lassen sich erstmals direkt Daten zur Verstoffwechselung von Nährstoffen in Tumorzellen gewinnen – ein enormes Potenzial für die Grundlagenforschung, aber auch für die Entwicklung neuer Therapiemöglichkeiten“, erklärt Moritz Zimmer. Dank der EXIST-Förderung kann das Team den „Proof of Concept“ durchführen, also zeigen, dass die Idee grundsätzlich funktioniert. Im nächsten Schritt soll dann ein marktreifes Produkt entwickelt werden. Zunächst werden automatisierte Versuchsreihen durchgeführt, Zellkulturen analysiert und die Ergebnisse als verwertbare Daten aufbereitet. Anfang 2026 soll eine erste Version des Verfahrens fertiggestellt sein, die anschließend getestet, bewertet und weiterentwickelt werden kann.
Das GaiaIsotopic-Team wird durch Dr. Andrea Cantone komplettiert, einen Experten für die Kommerzialisierung geistigen Eigentums. Unterstützt wird das Start-up durch Dr. Peter Kreuzaler, der als ausgewiesener Krebsforscher am Exzellenzcluster Cellular Stress Responses in Aging-associated Diseases (CECAD) der Universität zu Köln tätig ist und die Entwicklung aus Anwendersicht begleitet. Darüber hinaus ist GaiaIsotopic eng mit der Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik der TU Dortmund verbunden und kann somit auf einen führenden Standort für Mikrosystemtechnik bauen. Das Team profitiert sowohl von der fachlichen Unterstützung durch Prof. Stefan Palzer als auch von der Reinrauminfrastruktur seiner Professur. Zusätzlich nutzt das Team die Angebote des Centrums für Entrepreneurship & Transfer (CET) der TU Dortmund und arbeitet mit dem CET-Team zusammen.
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