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Ernähungsverhalten an der TU Dortmund im Jahr 2022

Umfrage zum gastronomischen Angebot

Im April haben das Nachhaltigkeitsbüro und der AStA der TU Dortmund gemeinsam mit dem Studierendenwerk Dortmund eine Umfrage unter den Nutzer*innen des gastronomischen Angebots des Studierendenwerks durchgeführt.

Mit dieser Umfrage sollten Fragen zur allgemeinen Zufriedenheit, dem Essensangebot und individuelle Wünsche ausgewertet werden.

In der Umfrage im Zeitraum vom 16. März bis zum 8. April 2022 wurden insgesamt 3.025 Fragebögen vollständig ausgefüllt. 2.362 Studierende und 734 Mitarbeitende nahmen teil, dass entspricht nach den Zahlen der TU 18 % der Mitarbeitenden und 7 % aller eingeschriebenen Studierenden im Jahr 2021.

Zufriedenheit und Nutzung

Der überwiegende Anteil gab an, mit dem gastronomischen Angebot zufrieden oder eher zufrieden zu sein. Etwa 500 Personen (16,5 % )  sind hingegen eher unzufrieden mit dem Angebot. Mehr als zwei Drittel gaben an, dass die Wartezeiten meistens kurz sind.

Über 70 % der Teilnehmer*innen der Umfrage nutzen mindestens einmal in der  Woche, oft mehrmals gastronomische Angebote am Campus. Am meisten wird dabei die Hauptmensa am Campus Nord genutzt. Als Informationsquelle zum Speiseplan wird am häufigsten die TU App verwendet oder sich vor Ort informiert.

Angebotszufriedenheit

Ernährungsform

Preis-Leistung und Ernährung

Das  Preis-Leistungs-Verhältnis wird von über Dreivierteln aller Befragten als angemessen angesehen, ein etwas kleinerer Anteil findet auch die Portionsgröße in Ordnung. Etwa 30 % finden die Portionsgrößen in der Tendenz zu klein.

Von den Teilnehmenden ernähren sich 33 % vegetarisch, fast 14 % ernähren sich vegan. Damit sind die Anteile deutlich höher als im bundesweiten Durchschnitt unter Studierenden, unter denen sich 28,1 % vegetarisch und 7 % vegan ernähren.

Wünsche

Diese Zahlen lassen sich auch in der Frage nach den Angebotswünschen wiederfinden, am meisten wird von 46 % ein umfangreicheres vegetarisches und veganes Angebot gewünscht, weitere häufige Wünsche sind mehr Bio-Zutaten und insgesamt mehr Abwechslung.

Angebotswünsche

Gewünschtes Verhältnis vegetarisch und vegan zu Gerichten mit Fleisch

Gerechtigkeit

Zum Zeitpunkt der Umfrage war ein Verhältnis von etwa 40 % vegetarisch oder veganen Gerichten zu 60 % Gerichten mit Fleisch innerhalb einer Woche üblich. Unter allen Teilnehmenden gaben 90 % an, dass sie einen ausgeglichenen oder erhöhten Anteil von vegetarisch & veganen Gerichten zu Gerichten mit Fleisch fair finden würden.

Klimabewusstsein

Über 93 % stimmen zu, dass das klimafreundlichste Gericht zwischen 1,90 € und 2,60 € kosten sollte. In der Umfrage wurde zudem nach einer Kennzeichnung der Gerichte nach ihrem jeweiligen CO2-Fußabdruck gefragt. 78 % befürworten das, zudem stimmen mehr als 62 % eher zu, dass eine Kennzeichnung des CO2-Fußabdrucks ihre Essensauswahl beeinflussen würde.

Ich würde den CO2-Fußabdruck berücksichtigen

Angebotsqualität

Qualität

Die Umfrageteilnehmenden haben auch die Qualität der Speisen bewertet. Etwa ein Drittel gab an, dass sie mit der Qualität zufrieden sind, ähnlich viele würden sich etwas weniger Fett und Öl wünschen. Bei der Frage nach der Würzung waren die Meinung gespalten, insbesondere in der Hauptmensa am Campus Nord kann inzwischen auch individuell wieder nachgewürzt werden.

Unterschiede zwischen Statusgruppen und Freitextantworten

Insgesamt konnten bei der Umfrage bei den meisten Fragen keine großen Unterschiede zwischen den Antworten der Mitarbeitenden und der Studierenden festgestellt werden. Leicht unterschiedliche Antworten gaben die Mitarbeitenden allerdings bei den Öffnungszeiten an, hier wünschen sie sich eine Öffnung zwischen 8 Uhr und 17 Uhr, wohingegen die Studierenden im Mittelmaß Öffnungszeiten zwischen 9 und 18 Uhr bevorzugen.

Weiterhin nutzten über 1.000 Menschen die Möglichkeit eine individuelle Meinung abzugeben, die häufigsten Antworten waren, dass:

  • das Preis-Leistungs-Verhältnis und die Qualität während der Pandemiezeit abgenommen haben,
  • die Schließungszeiten der Hauptmensa mit den Vorlesungszeiten kollidieren und eine verlängerte Öffnungszeit schön wäre,
  • mehr und abwechslungsreichere vegane und vegetarischen Gerichte, insbesondere mit mehr Protein und weniger Kohlenhydraten, gewünscht sind und
  • ein glutenfreies Angebot ermöglicht werden sollte.

Zusammenfassung

Mit der Umfrage wurden 18 % der Mitarbeitenden und etwa 7 % der Studierenden an der TU erreicht. Sie kann also als relativ repräsentativ gewertet werden. Insgesamt zeigte die Umfrage, dass die Nutzer*innen der gastronomischen Angebote des Studierendenwerks am Campus der TU recht zufrieden sind und auch Preis-Leistungs-Verhältnis und Protionsgrößen in Ordnung sind. Hauptwunsch war ein umfangreicheres und ausgewogeneres vegetarisches und veganes Angebot, was auch von Menschen mit omnivorer Ernährung als fair empfunden wird.

Ernährung trägt auch zu Treibhausgasemissionen durch die Produktion der Nahrungsmittel bei. Die Kennzeichnung der Gerichte mit einem CO2-Fußabdruck, also der äquivalenten Menge an Emissionen wurde insgesamt befürwortet, viele geben auch an, dass sie bei ihrer Auswahl die Klimabilanz berücksichtigen würden. In der Umfrage wurden keine großen Unterschiede zwischen den Mitarbeitenden und den Studierenden festgestellt, lediglich bei den Öffnungszeite wünschen sich die Mitarbeitenden ein früheres Angebot ab 8 Uhr.

Gemeinsam mit dem Studierendenwerk wollen der AStA und das Nachhaltigkeitsbüro über die Ergebnisse beraten und mögliche Änderungen erwirken. Hauptanliegen des Nachhaltigkeitsbüros ist es dabei, die Auswirkungen und Klimabilanz von Ernährung zu kommunizieren und durch individuelle Entscheidungshilfe so langfristig eine klimafreundlichere Ernährung zu gewährleisten. Was sich mit dem Ziel des Studierendenwerks bis 2030 klimaneutral zu werden deckt.

Abgeleitete Maßnahmen

  • Ziel des Studierendenwerks ist es den Anteil an vegetarischen und veganen Gerichten auf mindestens 50 % anzuheben. Aktuell ist er bereits auf 45 % angehoben worden.
  • In der Hauptmensa wird täglich ein zusätzliches vegetarisches Gyrosgericht angeboten.
  • Nach Möglichkeit sollen Rezepte und die Kennzeichnung  für glutenfreie Speisen angepasst werden.
  • Der Anteil an frittierten Speisen soll reduziert werden.
  • To-Go Angebote lassen sich weiterhin mit der Relevo-App wahrnehmen.
  • Innerhalb der Vorlesungszeit wird die food fakultät bis 19:30 Uhr geöffnet sein.
  • Das Studierendenwerk nimmt ab Januar 2023 an einem BMBF Projekt teil, um die Klimafreundlichkeit von Speisen über die KlimaTeller App zu kennzeichnen.

Anfahrt & Lageplan

Der Campus der Technischen Universität Dortmund liegt in der Nähe des Autobahnkreuzes Dortmund West, wo die Sauerlandlinie A45 den Ruhrschnellweg B1/A40 kreuzt. Die Abfahrt Dortmund-Eichlinghofen auf der A45 führt zum Campus Süd, die Abfahrt Dortmund-Dorstfeld auf der A40 zum Campus-Nord. An beiden Ausfahrten ist die Universität ausgeschildert.

Direkt auf dem Campus Nord befindet sich die S-Bahn-Station „Dortmund Universität“. Von dort fährt die S-Bahn-Linie S1 im 20- oder 30-Minuten-Takt zum Hauptbahnhof Dortmund und in der Gegenrichtung zum Hauptbahnhof Düsseldorf über Bochum, Essen und Duisburg. Außerdem ist die Universität mit den Buslinien 445, 447 und 462 zu erreichen. Eine Fahrplanauskunft findet sich auf der Homepage des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr, außerdem bieten die DSW21 einen interaktiven Liniennetzplan an.
 

Zu den Wahrzeichen der TU Dortmund gehört die H-Bahn. Linie 1 verkehrt im 10-Minuten-Takt zwischen Dortmund Eichlinghofen und dem Technologiezentrum über Campus Süd und Dortmund Universität S, Linie 2 pendelt im 5-Minuten-Takt zwischen Campus Nord und Campus Süd. Diese Strecke legt sie in zwei Minuten zurück.

Vom Flughafen Dortmund aus gelangt man mit dem AirportExpress innerhalb von gut 20 Minuten zum Dortmunder Hauptbahnhof und von dort mit der S-Bahn zur Universität. Ein größeres Angebot an internationalen Flugverbindungen bietet der etwa 60 Kilometer entfernte Flughafen Düsseldorf, der direkt mit der S-Bahn vom Bahnhof der Universität zu erreichen ist.